Ja sagen ist einfach. Weil man erfüllt damit das, was das Gegenüber will, wünscht oder erwartet. Ein Nein hingegen braucht Rückgrat. Mut. Ein Nein ist eine Grenze, ein bewusstes Einstehen. Eine Grenze die potentiell dem Gegenüber nicht gefällt was auf ganz unterschiedliche Art und Weise Angst auslösen kann. Durch meine Erschöpfung habe ich gemerkt, wie wertvoll und wichtig ein Nein ist. Und die Gelegenheit zum Üben genutzt:
- Nein, dieser Blogbeitrag wird nicht so lang wie sonst und auch nicht 5x durchgelesen, weil ich andere Dinge priorisieren muss.
- Nein, ich kann aktuell keine Zeit mehr in Freiwilligenarbeit investieren und teile das den betreffenden Organisationen mit.
- Nein, ich werde nicht mehr in einem bestimmten Projekt mitarbeiten, da es mir nicht gut tut.
- Nein, es liegt aktuell nicht drin, jede Anfrage zu einem Treffen anzunehmen.
- Nein, mein Gegenüber im Zug erhält nicht die Zugangsdaten für meinen Hotspot, da es sich einfach nicht gut anfühlt.
An einer Konferenz ist mir von einer Sprecherin der Satz geblieben, dass es in der Politik wichtig ist, immer ’seine rote Linie‘ zu kennen. Es macht Verhandeln möglich und ein Ja zu einem Kompromiss, ohne dass dieser ein schlechtes Gefühl hinterlässt.
In diesem Sinne, kenne deine rote Linie und steh für sie ein und hin!
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